Pomum Aurantium – der goldene Apfel

Die Pomeranze, lateinisch Pomum aurantium – der „goldene Apfel“, stammt ursprünglich aus China, wo sie vermutlich schon vor 4000 Jahren gezüchtet wurde. Erst im 10. Jahrhundert nach Christus brachten die Araber die Pomeranze über die Seidenstraße nach Südeuropa. Erst Mitte des 16. Jahrhunderts gelangte die Pomeranze nach Deutschland.

Die Pomeranze gehört zu den Zitrusfrüchten. Sie ist entstanden als Hybride zwischen der Mandarine und der Pampelmuse. Charakteristisch für ihre Früchte sind ihr aromatischer Geschmack und der starke Duft ihrer Blüten und Blätter. Die Pomeranzenfrüchte haben statt einer orangeähnlich runden eher eine ovale Form und erreichen nur einen Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern. Ihre Fruchtschale ist dick und mit auffälligen Öldrüsen versehen, das Fruchtfleisch ist sauer und bitter. Daher sollte man die Pomeranzen nicht frisch verzehren. Sie ist eine immergrüne Pflanze, die während ihrer Blütezeit bereits Früchte trägt. Die Pomeranze wird als Urform der Orangen bezeichnet, aus der sich weitere Zitrusfrüchte entwickelt haben, wie z. B. Orangen und Zitronen. Die dornigen Pomeranzenbäume werden bis zu zehn Metern hoch.

Die Grafen Hahn hielten sie im frostigen Winter in der Orangerie des Schlosses Basedow, um die Wärme liebenden Bäume das ganze Jahr pflegen und genießen zu können. Die Früchte der Pomeranze wurden bei den abendlichen Diners als besondere Würz- und Dekorationspflanze zu zahlreichen Speisen und Getränken veredelt. Sie symbolisierten in ganz Europa den Damen am Hof ewige Jugend und Unsterblichkeit. Baum und Frucht galten aufgrund ihrer Schönheit den europäischen Fürsten ebenso als wichtiges Statussymbol und fanden sich in zahlreichen Familienwappen wieder.

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